Wachauer Radtage 16.07.2006

von Andreas Schweighofer

Hier mein Bericht über meine Premiere als Rennrad-Fahrer bei den Wachauer Radtagen.Kurz entschlossen haben wir,ich und meine Frau vor Monaten angemeldet ohne zu wissen was hier auf uns zu kommt.Einige Zeit dann haben wir begonnen das Rennrad zu erkunden und einmal zu schauen was hier für ein Unterschied zum Bike ist.Ich dachte meine ersten Meter mir bricht das Rad unter mir zusammen alles so leicht und zierlich,tja ich war 15 Jahre das Biken gewohnt.Aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt an leichtigkeit,Klipps usw.Schnell habe ich gesehen was da eigentlich weitergeht und durch eine neue Sportart neue Kollegen oder Freunde gefunden mit den ich ein paar mal ausgefahren bin um Erfahrung und Tipps zu sammeln.Ja uns so gings mit ca.500 Rennrad-Kilometer zu diesem Event.Am Samstag waren wir ohne Stress unsere Startnummer holen,haben alle Gutscheine eingelöst und sind gemütlich im Stadtpark von Krems gesessen und haben wieder einmal geschmunzelt ,,,was machen wir eigentlich hier.Von der Veranstaltung selber war ich am Samstag schon begeistert,super organisiert,schönes Flair im Park und für 33 Euro wirklich vieles im Startersackerl,großes Lob.Eigentlich gar nicht nervös so wie immer noch beim laufen,gings dann am Sonnttag um 6.45h Richtung Krems.In ruhe noch mal Luft kontrolliert,Auto gleich zum Duschen-Bereich gestellt haben wir dann die Warteschlangen bei der Startnummern-Ausgabe uns angesehen.Kurz eingefahren haben wir uns dann verabschiedet was für mich wieder komisch war weil ja meine Frau eigentlich immer da ist wenn ich beim Start bin.Von halb 9 bis 9 war dann ein wenig lange in der Starter-Zone aber das geht halt nicht anders bei 1700 Radfahrern.So Herr Landeshauptmann Pröll gibt den Startschuß ab und jetzt auf einmal bin ich nervös ich habe 92 Kilometer vor mir wem ist das wieder eingefallen?????????Traumhaftes Wetter und gute Stimmung ließen mich dies aber bald wieder vergessen.Aber und jetzt kommts,die Situation mit so vielen auf einmal zu fahren machte mich ängstlich,zu einem weil ich auf alle mein Sportgeräte so einen Tick habe das nichts verbogen oder abgeschürft ist und immer gepflegt wird,dachte ich um gottes willen wenn mich einer streift oder umschmeisst ist viel kaputt.Und so ging ich es dachte ich langsam an und schaue mal.Ja vergiss es ich dachte wo bin ich, mich haben die ersten 5-7 Kilometer 90-100 Kilo Männer und Frauen,60-80 alte Männer und sogar ein Mann mit einem Fuß überholt dazu noch der eine oder andere Mountainbike ich war am Ende denn das noch dazu mit 44-49 km/h.Eben dann nach ca 5-10 Kilometer habe ich mal geschaut ob überhaupt noch wer hinter mir ist,Wahnsinn.Natürlich hatte ich nicht nur Angst um mein neues,teures Rad auch was ich wenn vor mir einer fällt mit 40km/h ich habe keine Chance.Aber was solls ich musste mit und so rette ich mich bis zur ersten Steigung wo ich dann meine Kraft einsetzten konnte und alle die es zu schnell laufen ließen am Anfang,auf der Steigung überholen und das waren hunderte.Der Spaß daran waren das mich ur viele gefragt haben warum ich da hinten fahre wenn ich ja zum ELK-TEAM gehöre,hat mich stolz gemacht,was so eine Dress ausmacht,HI....Ja aber es kam so das der Berg natürlich auch eine Abfahrt hatte und ich bei 62 km/h bremste weil wieder meine Angst kam und dadurch alle überholten wieder vor mir waren.Und so ging es durch die schöne Wachau,ein Traum.Mit der Zeit kam aber doch dann ein wenig ,,SCHEISS MIR NIX,, auf und ich konnte wirklich ein wenig mitfahren und vertraute den einen oder anderen das er auch auf sich und sein Rad schauen würde.Und so bin ich bei den nächsten Abfahrten am Klapperl gehängt und habe mich im Winschatten ziehen lassen.Dann der Höhepunkt Maria-Landeck ich weis nicht welche Steigung aber ich bin so etwas noch nie gefahren.Mit dem letzten Schluck Wasser schnell noch eine Riegel bei 33 Grad gings hinauf bei ca Kilometer 71.Jetzt war es soweit meine Chance noch einmal meine Kraft auszuspielen und das tat ich auch.Gemeinsam mit einen zweiten er war ca 20 Jahre alt haben wir ausgeschwenkt und haben das Feld ca 150-200 Leute am linken Fahrbahnrand überholt.Oben angelangt kam Glockner Atmosphäre auf,ein eigenes Bergziel wurde errichtet und viele Zuschauer mit Pfeifen und Luftkissen standen da und hielten die Hände zum abklatschen,ich war den tränen nahe diesen Berg bezwungen zu haben.Spätestens jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich dachte 20 Kilometer jetzt Vollgas ich gebe diesen Platz nicht mehr her,nicht umsonst habe ich so gekämpft da herauf das mich dann wieder alle überholen.Und so war es auch wir waren dann zu viert und abwechseln haben wir uns zwischen 48 und 60 km/h leicht fallen im Winschatten das Rennen nach hause gebracht.Mein vorhaben unter 3.10h zu bleiben habe ich dann noch auf der Kremser Landstrasse perfekt mit einen gewonnene Zielsprint gegen meine 3 Mitstreiter mit 2.48h beenden können.Einer meiner schönsten Tage in meine Leben,man dachte nie an Kilometer sondern nur Abschnitt für Abschnitt wurde gefahren und das bei herrlichsten Wetter und einer der schönsten Gegenden auf der ganzen Welt.Charlotte war gleich da,die vierte geworden ist und ebenso strahlte und meinte ich habe dich nicht auf dem Foto beim Sprint weil ich einfach zu schnell war.In dieser Fase wo es am meisten Spaß gemacht hatte war es vorbei,leider.Ich bin überglücklich und freue mich schon wieder auf den nächsten.Nach dem ganzen genießen von Wetter ,Duschen Gespräche mit Freunden die auf der Strecke kennengelernt hatte waren wir dann noch Stunden im Park bei der Siegerehrung bei gutem essen und eine kühlen Bier oder zwei.Mir fehlen einfach die Worte vor Begeisterung.Abschließend kann ich nur sagen egal wer meinen Bericht liest,jeder der nur halbwegs gesund ist und sich bewegen kann sollte solche Event's wie Lauf-Marathon's oder eben so schöne Rad-Marathon's machen egal welche zeit diese Eindrücke nimmt dir/euch keiner mehr weg...............

Ein begeisterter Lc-Wienerwaldsee-Sportler

Andreas