Vereinsmeisterschaft Asics Rls Tri Team 14.5.05

von Reinhard Grimmlinger

Am Freitag, den 13.5.05 entschloss ich mich spontan bei diesem Bewerb mit zu mischen, um ein frühes Aufstehen beim Praterlauf zu vermeiden.

Radfahren praktizierte ich in letzter Zeit öfter (zweimal die Woche). Allerdings bevorzuge ich das Mountainbiken, da diese Sportart sehr abwechslungsreich ist und mir besonders das Bergabfahren Spaß macht.

Die sonnigen Tage scheinen einen positiven Einfluss auf mein Training zu haben, da ich innerhalb von zwei Tagen gleich zwei Rekorde gebrochen habe. Am Donnerstag wurden die geplanten 8x 400m mit Werner nicht in 1:30 sondern in 1:20 absolviert (letzte in 1:13). Ich kann nichts dafür, bin ihm nur nachgelaufen....... .

Trotz Schule ging ich anschließend noch in den Tanzpalast Baden.

Freitag sollte zur Auflockerung eine regenerative Einheit am Rennrad (mit Werner) gemacht werden, die allerdings auch zu einer scharfen Einheit ausartete. Er hetzte mich in Hochstrass ab Beginn der Steigung bis zum Schwabendorf in 17 Minuten hinauf. So schnell bin ich dieses Stück noch nie gefahren.

Samstag, den 14. versammelten wir uns um 13:00 vor dem Rls-Geschäft, um dann Gerhard zu folgen, der uns zu der geheimen Strecke brachte.

Wir starteten in Mauerbach an der Hauptbusstation (gleich beim Marterl).

Eine Strecke über 12 km galt es zu absolvieren, die sich mit ihren durchaus starken Anstiegen und scharfen Kurven beim Bergabfahren auszeichnete. Nebenbei mussten wir noch gegen einen unangenehmen Wind kämpfen.

Gefahren wurde von der Busstation Richtung Tulln bis zum Hinweiszeichen: Tulln - Wien. Dort fuhren wir dann wieder Richtung Wien bis zu einem Bauernhof, an welchem uns Gerhard erwartete.

Ich zog die Startnummer 10. Gestartet wurde in Minutenabständen.

Ich ging das Rennen zügig an: Sofort lag mein Puls über 160. Dennoch benötigte ich bis zum schon erwähnten Hinweiszeichen um den nächsten Mitstreiter einzuholen. Wahrscheinlich hatte er mich wahrgenommen und wollte sich mit mir duellieren. Als ich ihn bei der nächsten Steigung überholte vergrößerte sich der Abstand rasch.

Einige verrückte Motorradfahrer schienen sich an dem Rennen auch zu beteiligten, da diese ihre Überlegenheit mit ihren rasanten Manövern beweisen mussten.

Kurz darauf erkannte ich schon die nächsten Athleten.

Besondern beim Bergauffahren brannten mir die Muskeln in der Nähe vom Knie. Dennoch bin ich selten über Puls 170 gekommen.

Den Abstand auf meine Mitstreiter verringerte ich vor allem beim Bergauffahren. Danach regenerierte ich mich kurz. (darauf bin ich vom Mountainbiken trainiert)

Vom Bergauffahren im Stehen über längere Strecken halte ich persönlich nicht so viel (besonders wenn man gegen den Wind fährt) Nach der kurzen Erleichterung, die man sich durch diese Fahrweise erkauft, rast der Puls in die Höhe. Zum Beschleunigen/Sprinten oder im ständigen Wechsel (stehen - sitzen) kann man sich durch den Wiegetritt natürlich einen Vorteil verschaffen.

Nach dem 3. Triathleten, den ich überholte (dh ich habe 3 Minuten aufgefahren), wurde ich von Jakob Syrovatka bei Kilometer 8 zügig überholt.

Mein 4. Teamkollege, den ich einholte, war etwas hartnäckiger. Nach dem ich ihn überholt hatte, konterte er und steigerte anschließend die Intensität. Ich ließ ihm den Spaß und freute mich über meinen neuen Führer. Als ich dann beim Bergabfahren Jakob weit vor mir zu erkennen glaubte, gab ich wieder Gas und überholte dabei den vor mir Fahrenden.

Leider hatte ich mir den falschen „Scout“ ausgesucht. Jakob fuhr schnurstracks weiter und versäumte das Ziel. Ich wäre ihm sicher nachgefahren, wenn mich nicht mein Hintermann fairerweise zurückgepfiffen hätte.

Nachdem ich umkehrte, lag dieser wieder an der Spitze. Ich setzte zur Verfolgung an. Plötzlich erkannte ich das Ziel und ärgerte mich über das vor mir fahrende Auto, das den Weg blockierte und mich von meinem Kontrahenten trennte.

Ich sprintete links vorbei und verkürzte rasant den Abstand auf meinen Clubkollegen, obwohl dieser auch schon sprintete. Leider reichten die verblieben 50 Meter nicht aus, um ihn einzuholen.

Insgesamt belegte ich den 5 Platz im Gesamtrang, in einer Zeit von 25:25 über 12km. Siegerzeit lag bei 23:08. Jakob hätte diese Zeit mit Sicherheit um einige Sekunden unterboten.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, eine schöne, jedoch anspruchsvolle Strecke. Mir hat dieser Wettbewerb sehr viel Spaß und Freude bereitet.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard