2. Pielachtaler Erlebnislauf
am 1.August 2004 über 22,5 km

von Werner Fürnkranz

Was unterscheidet einen „Erlebnislauf“ von anderen Laufveranstaltungen?

Da ist zunächst einmal das Wetter zu erwähnen. Dieses liegt sicherlich nicht im Einflussbereich des Veranstalters, sorgte aber im Laufe des Rennens für Abwechslung: Am Start waren die Temperaturen zwar sommerlich, aber erträglich; 45 Minuten später war es nur noch heiß und schwül, während mit fortlaufender Dauer des Rennens die einsetzende Kühle eines herannahenden Regenschauers das Laufen wieder leichter machte.

Bei der Auswahl der Streckenführung hatte der Veranstalter - der Eisenbahnsportverein Ober-Grafendorf - sich bemüht einen Bezug zur Eisenbahn herzustellen, und so galt es mehrmals die Gleise zu queren. Die Dampflok war auch tatsächlich unterwegs und so erhöhte sich die Spannung eines zufälligen Zusammentreffens.

Die Strecke war großteils abwechslungsreich angelegt. Landschaftlich am schönsten waren die ersten Kilometer. Nach ca. 5km galt es die einzige nennenswerte Steigung mit 55 Höhenmeter zu überwinden. Der Abstieg erfolgte über einen schmalen, fast senkrechten Waldpfad, der denjenigen, welche die eindringlichen Warnungen des Streckenpostens ignorierten fast zum Verhängnis wurde. Danach ging es entlang von Radwegen durch das Pielachtal. Meiner Meinung nach hatte die Strecke am Papier wesentlich leichter ausgesehen, sollte sie doch stetig leicht bergab führen. Die Praxis sieht bekanntlich anders als die Theorie aus und so war der Lauf schwerer als erwartet.

Vom LCW am Start waren Sophie Fürnkranz, Rudi Leimberger, Thomas Zekendorf und Werner Fürnkranz. Unterstützt wurden wir durch Margret Leimberger am Mountainbike.

Sophie lief ihren bisher längsten Lauf und hatte das Glück sich nach dem ersten Anstieg an zwei Lauffreunde von Michael Thaler vom VCM-Forum anzuhängen. (Schöne Grüße von Mike und Michi an Michi!) Gemeinsam geht’s halt doch leichter. Die letzten Kilometer ins Ziel wurde sie von Magret begleitet und sie beendete das Rennen in für sie sensationellen 02:04:50 als undankbare Vierte in der W30 (78. Gesamt).

Rudi war mit seiner Zeit von 01:53:29 (48. Gesamt, Platz 13 M40) zunächst nicht zufrieden. Auch er hatte unter der Hitze ziemlich gelitten. Aber für seinen ersten langen Lauf nach zwei Wochen Griechenlandurlaub ist die Zeit dennoch beachtlich.

Zeki bereitet sich gründlich auf den Wachaumarathon vor. Der Trainingsaufbau stimmt, wie die Zeit von 1:42:27 (18. Gesamt, Platz 7 M30) zeigt. Gemeinsam mit Zeki hoffe ich, dass sich zumindest noch ein Dritter für die Teamwertung beim Wachaumarathon findet.

Mit meiner Leistung heute bin ich zufrieden. In 1:29:41 blieb ich unter 1:30 und erreichte Platz 4 im Gesamtklassement und Rang 3 in der M30.

Der Sieg ging bei den Herren an einen überragenden Herbert Köberl in 1:21:47 und bei den Damen an eine ebenso überlegene Veronika Kienbichl in 1:36:52 – beide LAG NÖ Mitte.

Es war eine gelungene Laufveranstaltung, gut und mit großen Aufwand betreffend der Streckensicherung organisiert, mit freundlichen Helfern und fairem Preis-Leistungs-Verhältnis, die sich weiterempfehlen lässt.