Unsere Hochzeit in Santorin

von Heinz Polena

Fotos

Mit unserer Hochzeit in Santorin ging ein weiterer Traum in Erfüllung. Wir hatten stets die Absicht gehabt „auswärts“ zu heiraten, irgendwo während eines Urlaubes, einer Reise, aber dass dies ein derart überwältigendes Erlebnis werden wird, mit dem haben wir nicht im entferntesten gerechnet.

SANTORIN, am südlichen Ende der Inselgruppe der Kykladen gelegen, 76 Quadratkilometer groß, 7.000 Einwohner, als Nr. 1 unter den griechischen Inseln angesehen, ist vor allem im Sommer Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Eine ganz ungewöhnliche Insel. Eine Insel der Kontraste, die aus der dickflüssigen Lava eines Vulkans besteht, deren rotschwarze Erdmassen sich zu imponierenden Farben gebildet haben. Sie bietet dem Besucher mit der tiefblauen Meeresfarbe, dem Braun, Rot und Schwarz des Landes eine wilde imposante und einmalige Naturschönheit.

Am Tag nach dem Marathon gegen 8 Uhr früh erreichten wir die Bucht von Santorin. Nachdem das Schiff von den Kontrollbehörden freigegeben war, wurde unsere gesamte Gruppe, als Hochzeitsgesellschaft bevorzugt, mit dem ersten Tenderboot an Land gebracht.

Mit einer Seilbahn ging es dann hinauf nach Fira, dem Hauptort von Santorin, ca. 200 Meter über dem Meer gelegen. Es folgte ein Fußmarsch durch schmale Gassen, vorbei an Juweliergeschäften, Boutiquen, Tavernen, Bars, Cafes bis zum Rathaus, dem vereinbarten Treffpunkt mit dem Standesbeamten. Da wir bereits Wochen vorher die für die Trauung erforderlichen Unterlagen übersandt hatten, war lediglich ein kurzer Stopp zwecks kennen lernen erforderlich. Per Taxi ging es dann weiter zum ca. 4 km entfernten Ort Santo Wines.

Ein Ort von traumhafter Schönheit. Es war wie in einem Film. Hoch über dem Meer, Blick auf die gegenüberliegenden Inseln und über mehrere Orte Santorins. Die blaue und weiße Farbe geben den Häusern Santorins eine besondere Schönheit und bilden einen fantastischen Kontrast zur dunklen, wilden, zerklüfteten Küstenlandschaft. Und dies alles durften wir bei wolkenlosen Himmel erleben.

Wir waren richtig glücklich und freuten uns auf die Trauungszeremonie , die dann auf einer hoch über dem Meer gelegenen „Balkon“-Terrasse mit prachtvollem Rundblick stattfand. Mit uns anwesend war die gesamte Gruppe, niemand wollte diese „Besonderheit“ versäumen.

To all the friends of Heinz and Evelyne

I welcome you here today to share with Heinz and Evelyne their union with the bonds of marriage which they decide and believe in.

So begrüßte der Standesbeamte uns in einer sehr netten Art. Der folgende zeremonielle Teil folgte in englischer Sprache, unser beiden gegenseitiges Versprechen für die Ehe in deutsch.

Ich gebe dir diesen Ring als ein Zeichen meiner Liebe und ich weiß das Liebe wertvoll, zerbrechlich und trotzdem stark ist. Ich gebe dir diesen Ring als ein Zeichen unserer Liebe ein immer anwesendes Symbol vor dem Gelübde welches wir heute abgelegt haben.

Mit unseren Unterschriften und die der beiden Trauzeugen (diese waren unser Organisator Didi und seine Andrea) war die Zeremonie beendet.

Wir verbrachten hier noch ca. eine halbe Stunde und genossen gemeinsam mit unserer Gruppe bei einem (mehreren) Gläschen diesen Moment unseres Lebens.

Dann ging es wieder mit dem Taxi zurück nach Fira und zu Fuss hinunter die 600 Stufen einer recht beschwerlichen, unebenen und von Eselsmist „gepflasterten“ Strasse zum Hafen. Um 13 Uhr waren wir wieder an Bord unserer Costa Viktoria und unsere Reise wurde Richtung Mykonos fortgesetzt.

Noch ein Blick zurück auf Santorin. Es war ganz einfach schön und wir werden ganz sicher wieder hierher zurückkommen. Wenn möglich schon in unserem nächsten Urlaub