LAUFBERICHT VOM WIENERWALDCUPFINALE
IN BRAND-LAABEN AM 12.10.2003

von Werner Fürnkranz

 

Wiedereinmal hatte der Veranstalter des Wienerwaldcups Walter Zugriegel nach Brand-Laaben zu einem Lauf geladen. Bei den landschaftlichen Reizen, die diese Gegend zu bieten hat, war dies aber nicht weiter verwunderlich. Das raue Herbstwetter der letzten Wochen und die starke Konkurrenz zahlreicher paralleler Laufveranstaltungen an diesem Sonntag hatten Spuren im Teilnehmerfeld hinterlassen. Daher wollten nur 27 StarterInnen herausfinden ob der vielversprechende „Laaber Panoramalauf“ seinen Namen berechtigt trägt. Der Lauf war neu im Rennkalender und daher terra incognita für alle. Lediglich der erste flache Kilometer war denjenigen, die sich bereits im Februar dieses Jahres zum 1. Wienerwald-Crosslauf bei Schnee und Minusgraden hier eingefunden hatten, vertraut. Danach ging es bergauf, zunächst steil über eine Wiese, danach flach ansteigend eine Asphaltstraße entlang und dann wieder steiler über einen Feldweg zum höchsten Punkt der Strecke. Dort gab es die Belohnung in Form des versprochenen herrlichen Panoramas, das es etwa 2km zu genießen galt . So unerwartet lang der Anstieg war, so kurz und steil war der Abstieg nach Laaben. Das letzte Stück im Ortsgebiet über Straßen und Gehsteige diente dann dem „Ausrollen“ ins Ziel.
Das je nach Tempo kürzere oder längere Landschaftserlebnis im Umfeld einer zahlreichen Schar interessierter graskauender Zuschauer war, für diejenigen die einer bäuerlichen Landschaftsidylle einen Reiz abgewinnen können (z.B. Sophie und ich), diesen Sonntagsausflug wert.
Der Rennverlauf kurz und bündig: Das Tempo am ersten Kilometer wurde von Wolfgang Danzinger bestimmt und auch Reinhard Grimmlinger zeigte sich recht ambitioniert. Lediglich Josef Ofner beteiligte sich an der Führungsarbeit unserer Mannschaft.
Der Anstieg brachte dann wie so oft die Vorentscheidung. Am Berg ließ man mir den Vortritt und als ich mich nach geraumer Zeit mal umschaute, war nur noch Alfred Arocker hinten dran. Es hätte mich nicht gewundert, wenn er an mir vorbei gelaufen wäre, denn ich wusste, dass er beim Karriegellauf eine tolle Form hatte, und mir damals dicht auf den Fersen war. Letztendlich hat es aber dann doch für meinen ersten Gesamtsieg bei einem Rennen des Wienerwaldcups gereicht.

Der Wienerwaldcup wurde heuer stark vom LCW dominiert.
Eine Bilanz die sich sehen lassen kann:
7 Stockerlplätze bei den Männern
5 Stockerlplätze bei den Damen

Die Ursache für diesen Erfolg ist leicht erklärt:
Neben den arrivierten, ambitionierten Vereinsläufern wie Gerlinde Pichler-Steiner, Erhard Baurek oder Wolfgang Danzinger, gab es auch heuer mit Lisa Steiner und Reinhard Grimmlinger erstmals schnelle Vertreter bei den Junioren. Die unerwartete Verstärkung des Teams durch Ingrid und Alfred Arocker hat natürlich auch wesentlich dazu beigetragen und lässt für die Zukunft einiges erwarten.

Ich habe meine Wettkampfsaison heuer am 23.Februar in Brand-Laaben begonnen, und freue mich darüber sie am selben Ort so erfolgreich beenden zu können.
Nach 20 Läufen und ca. 350 km im Renntempo gehe ich nun in die Winterpause und ihr bleibt von meinen Laufberichten verschont.
Allen die diesen Herbst und Winter noch einiges vor haben (z.B. LCC Marathon) drücke ich die Daumen.

Grüße von Werner