Wienerwald Marathon 2003

Margret Leimberger

Dieser Lauf hat mich so begeistert, dass ich erstmals versuche einen Laufbericht zu schreiben, auch deshalb, um für den 2. Wienerwaldmarathon (14.8.2004) einige Läufer mehr vom LCW zur Teilnahme anzuregen.

Nach Überwindung einiger "Hindernisse" aufgrund meiner Unkonzentriertheit beim Autofahren mit zwei männlichen Beifahrern waren wir laut Wolfgang "viel zu früh" im Startbereich. Es war wohl 7.15 Uhr. Start 8.00 Uhr, also wirklich viel zu früh.

Einige bekannte Gesichter aus Pressbaum und sonstwo steigerten mein Wohlfühlgefühl sofort. Es waren auch wesentlich mehr Teilnehmer als erwartet am Start. Martin H. gab uns noch gute Tipps zum Auffinden der richtigen Route und dann wurde auch schon ins Horn geblasen (= Startschuss).

Zuerst liefen wir ein Stück durch Mödling und dann auf Forst- und Wanderwegen bis zum Richardhof, wo es auch schon die erste Verpflegung gab. Der Weg bis dorthin war teils in der Sonne und teils im Schatten. Es ging ein bisschen bergauf, und ich dachte, wie immer zu Beginn eines Wettkampfes, warum tu ich mir das an. Die Antwort auf diese Frage liegt, wie immer, am Ende klar auf der Hand.

Dann gings weiter, hauptsächlich oder fast ausschließlich im Schatten gelegen, auf Forst- und sehr schönen Wanderwegen und zu meiner sehr großen und angenehmen Überraschung nur leicht bergauf und bergab. Dieser wunderschöner Weg führte mit sehr schöner Aussicht auf verschiedene Orte und teilweise am Rande von Weingärten, Richtung "Einöde", wo die nächste Verpflegung auf uns wartete.

Allerdings - von da an gings bergauf bis zu einem Punkt "Kote" genannt, wo sich der Marathon vom Halbmarathon trennte, was einige Läufer trotz guter Beschreibung, übersehen hatten. Gottseidank hatte mich Martin auf die grüne Markierung hingewiesen, der wir folgen sollten.

Ein mir bekannter Läufer vom Resnik Extrem Team hat mit mir den Anstieg auf den Anninger gehend begonnen. Als ich dann allerdings von einer Dame mit Begleitung in ganz langsamem Laufschritt überholt wurde, hab ich mir gedacht, das solltest du auch schaffen. Und so war es auch. Ich bin die restliche Strecke, zuerst einen relativ steilen Hohlweg und dann auf schönem Wanderweg bis zur Kontrolle am Anninger sehr langsam aber doch gelaufen, verfolgt von 2 Läufern, die mich erst kurz vorm Ziel überholt haben.

Ich war überrascht, wie schnell ich am höchsten Punkt dieser Strecke angelangt war (wieder mit Verpflegung) und hab mich vor allem darüber gefreut, dass die Strecke im kühlen Schatten des Waldes verlief.

Von nun an gings bergab - und wie. Ich glaube es waren so ca. 6 km, die ich auf dieser Forststraße Richtung Mödling, vorbei am Anningerhaus hinunterlief. Nichts mehr konnte mich halten und ich hab auch noch einige Läufer überholt.

Kurz vorm Ziel kam mir Zecki mit Sohn entgegen (danke euch beiden). Vor allem sein Sohn begleitete mich dann bis ins Ziel, wo Sepp Resnik meine Ankunft verkündete. Seine Bemerkung dazu: ... und sie schaut gar nicht schlecht aus... war absolut richtig. Ich hab mich nämlich super gefühlt, auch am Ende dieses Laufes, den ich nächstes Jahr wieder laufen möchte. Eine der schönsten Strecken, die ich im Rahmen eines Halbmarathons im Gelände bisher gelaufen bin.

Sepp Resnik hat uns mit seinen Kommentaren, die sehr spontan und amüsant waren, im Zielbereich gut unterhalten. Allerdings war das nicht nach dem Geschmack eines Anrainers, der sich über den Lärm des Lautsprechers beschwerte. Dieser ältere Herr hatte aber gegen die verbale Verteidigung vom Sepp keine Chance und wurde von ihm über Lautsprecher in Grund und Boden geredet. Sepp hat zwar damit zur allgemeinen Belustigung beigetragen - aber ehrlich gestanden hat mir der Mann ein bisschen leid getan, der von dieser Veranstaltung wohl nichts wusste.

Viele Grüße von Margret

Viele Grüße
Margret