3. Klopeiner See - 24 und 6 Stundenlauf

am 14.6.2003 von Polena Heinz

Einen neuen Lauf kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln, haben mich bewogen diesen Ultrabewerb zu besuchen und am 6-Stundenlauf teilzunehmen. Eine mit viel Herz und Idealismus vom Team der LG Südkärnten und vielen Helfern sehr gut organisierte Veranstaltung, bei der man sich als Teilnehmer persönlich betreut und richtig wohlfühlen konnte. Für nur € 25.- (beim 24 Stundenlauf € 50.-) Startgeld gab es ein T-Shirt, umfangreichste Verpflegung für Läufer und Betreuer, freien Eintritt in ein Strandbad, Palatschinkenparty, Massage, ärztliche Betreuung und einiges mehr.

Die Strecke, ein Rundkurs von 2.055,10 m Länge, überwiegend flach, beinhaltete jedoch als „Knackpunkt“ eine Steigung von 13 Höhenmetern auf ca. 400 Meter Länge, um dann bei 300 Meter bergab diese Differenz wieder auszugleichen. Ein sehr fachorientierter Sprecher, versehen mit viel Hintergrundinformation, sorgte im Start-Zielgelände, neben den zahlreichen Musikdarbietungen, für gute Stimmung. Die übrigen Streckenabschnitte über die Seepromenade, durch den Campingplatz und besonders auf der Steigung in der Norduferstrasse waren eher ruhig.

Die Zeitnehmung erfolgte mit Champion Chip, wobei die Matte erst nach einem Kilometer ausgelegt war, so dass die in der Ergebnisliste erste angeführte Zeit den ersten 1 ½ Runden entspricht (ca. 3 km).

Start für die 37 Läufer über 6 Stunden, den 32 für die volle Zeit und den insgesamt 25 Staffeln (zusätzlich wurde dann noch ein 1-Stundenlauf mit 6 Teilnehmern inkludiert) war um 12 Uhr mittags bei Kaiserwetter und 32 Grad. Im Laufe des nachmittags stieg die Temperatur weiter an und betrug schließlich am Ende des 6-Stundenlaufes noch immer 31 Grad.

Nach rund 2 Stunden Laufzeit war mir klar, dass ich von meinem Wunschgedanken etwa 55 Kilometer zu erreichen meilenweit entfernt war und ich keine Chance sah auch nur annähernd diese Marke zu erreichen.
„ Schwamm darüber, vergiß das Ergebnis“ waren meine Gedanken und ich legte in den folgenden fast 4 Stunden ziemlich gleichmäßig jede Runde um 3 bis 4 Minuten langsamer zurück, um mich nicht völlig auszugeben. Hitze und Schwüle waren fast unerträglich. Ich kann mich kaum auf einen Lauf von mir erinnern, bei dem ich soviel Wasser u.ä. in und auf mich geschüttet habe.

Zurückgelegte 45.206 m bedeuteten für mich schließlich insgesamt den 25 .Platz bei den 37 gestarteten Läufern. Mit dieser Platzierung war ich als drittältester des Feldes überaus zufrieden, zumal sich altersmäßig fast alles auf die M 30 bzw. M 40 aufteilte – M 50 = nur 2 Starter.

Meine Altersklasse M 60 war mit 3 Teilnehmern besetzt und ich hatte eigentlich Pech (?), da ich mit nur 92 Metern Rückstand Zweiter wurde. Einen „Sprint“ um den Klassensieg hat es jedoch nicht gegeben, da ich über den Stand im Rennen nie informiert war und ich das Ergebnis erst bei der Siegerehrung erfahren habe. Bei dieser, in einem netten und würdigen Rahmen durchgeführt, durfte ich mich über eine Medaille, einen Pokal in Form eines Läufers und über eine Urkunde freuen.

Die folgenden Stunden genoß ich mit Evelyne und den anderen Lauffreunden im Start-Zielgelände beim Zusehen der 24-Stundenläufer, bei Musik, Essen, Trinken, usw.

Am folgenden Tag drehte ich wieder Runden, diesmal aber im klaren und mit 26 Grad warmen Klopeinersee. Dabei kam es mir wieder zum Bewusstsein, in welch herrlichem Land wir leben. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne so nahe ist.

Ergebnisse usw, unter www.24stunden-klopein.com


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