NÖ Berglaufmeisterschaften 2003 in Gloggnitz

von Gerlinde Pichler-Steiner

06.07.2003 12:45
Müde von 10500 m Bergauflaufen machten wir (Sophie, Werner, 4 x Zekis und ich) uns auf den Weg von der Speckbacherhütte ins Tal. Werner + Sophie entdeckten auf Ihrer brandaktuellen Wanderkarte einen kurzen Weg ins Tal auf dem wir sicher auch so schnell sind wie auf der Strecke die zum Rauflaufen war. Hinunter gings mit Kinderwagen über Stock und Stein, Weidezäune etc. Nur mit der Beschilderung des Weges happerte es etwas. Aber Werner war zuversichtlich, dass wir bis 13:30 bei der Siegerehrung im Tal sind, außerdem ist der ÖLV ohnehin nicht für Pünktlichkeit bei den Siegerehrungen bekannt (siehe Hainburg). Nach ungefähr 1 ½ Stunden kam mir die Sache doch merkwürdig vor, denn vom Ziel war noch nichts zu sehen, aber wir hatten es sehr lustig und alle hatten genug Proviant mit. Weiter gings vorbei an den alten Viadukten der Semmeringbahn, an schönen Jahrhunderwendehäusern, Kirchen, wirklich eine tolle Wanderung!
Nach vier Stunden waren wir endlich am Ziel angelangt. Ein großes Lob an die beiden kleinen Zekis die die Wanderung ohne bleibende Schäden überstanden hatten.

Angelang am Sportplatz in Gloggnitz, wurde gerade der Griller geputzt, das Grillfest war schon vorbei, nur die Eltern von Werner und Andreas Charwot hatten noch auf uns gewartet und sich doch schon Sorgen gemacht. Meine Freude war umso größer als ich dann noch erfuhr das ich 3. in der W-35 Klasse bei der Landesmeiserschaft und 3. in W-30 beim Gloggnitzer Berglauf geworden war. (Zur Info: Man mußte sich für die Meisterschaft mit dem Startpass anmelden -> war kostenlos, wenn man auch in die Berglaufwertung für den Gloggnitzer Lauf wollte, mußte man allerdings 8 Euro bezahlen.)
Danke an Andreas der bei der Siegerehrung für mich eingesprungen ist!!

Weiters erhielten wir alle die goldene Wandernadel!!!

Ach ja und wie war der Berglauf eigentlich außer dass er zum Aufwärmen fürs Wandern diente?

Hart. 700 Höhenmeter für 10500 m sind schon schwer. Vom Start weg gings gleich bergauf. Beim ersten langen Anstieg war ich noch recht gut drauf, lief noch durch obwohl in meinem Feld fast alle gingen, dass sollte sich rächen. Beim zweiten schweren Anstieg 180 Höhenmeter auf 1300 m, fragte ich mich nach dem Sinn meines Tuns, es war nur mehr gehen möglich, doch dort sind auch die Spitzenläufer gegangen. Weiter gings mal doch wieder bergab zur Regeneration, dann noch mal ein kurzer steiler Anstieg und endich "die Speckbacherhütte". Sogar ins Ziel mußte man bergauf laufen.
Resümee: Berglaufen will gelernt sein, dass ich trotz meines wirklich mieserablen Laufes (Zeit 1:13:06) noch Dritter wurde, freute mich aber trotzdem.
Gewonnen hat bei den Damen Veronika Kienbichl vor Ingrid Eichberger.

Auch unsere Männer haben sich tapfer den Berg hinaufgekämpft, allen voran wieder der Werner, vor Wolfgang Danzinger, Thomas Zekendorf und Andreas Charwot.