Dm Frauenlauf vom 16.06.2002 - ein Bericht von Gerlinde Pichler-Steiner

Nachdem ich mich heuer zum 1.Mal für eine Teilnahme am DM Frauenlauf im Prater entschlossen hatte, machte ich mich am Samstag 15.06.2002 am Nachmittag mit meiner Tochter auf den Weg um meine Startnummer abzuholen, außerdem wollte meine Tochter beim Kinderlauf starten.

Auf der Kaiserwiese herrschte Familienatmosphäre, alles war toll organisiert (Startnummernausgabe, Spiele für die Kinder etc) besonders nett fand ich den Kinderlauf, denn jedes Kind wurde angefeuert und die Kinder liefen wirklich toll bei dieser Hitze.

Am Sonntag begleiteten mich dann meine Tochter und mein Mann. Trotz des Regens am Morgen war es schon bei der Ankunft im Prater sehr drückend schwül. Auf die Aufwärmgymnastik mit Pat Zapletal konnte ich da gerne verzichten, außerdem war das Gedränge auf der Kaiserwiese schon entsprechend groß. Wir begaben uns lieber gleich zum Start, wo man im Schatten der Bäume noch eher Lust zum Aufwärmtraining bekam.

Das Aufwärmtraining lief gut und auch meine Hüfte machte nicht allzugroße Probleme. Als ich in meinem Startblock A Aufstellung nahm war das Gedränge schon entsprechend groß, knapp vor dem Start standen wir bei dieser Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit dann wie die Ölsardinen, man konnte sich nicht mehr rühren und ich bekam schon richtige Platzangst. Es ist mir unverständlich warum man die Startblöcke (es gab insgesamt glaube ich acht) nicht größer machte denn speziell für uns im ersten Block war wirklich zu wenig Platz.

Das Mikrophon der Platzsprecherin funktionierte auch nicht richtig doch inzwischen waren auch die Topläuferinnen wie Susi Pumper eingetroffen und es waren nur mehr wenige Minuten zum Start. Nachdem Helga Häupl den Startschuss abgegeben hatte ging es gleich mit hohem Tempo los, kurz nach dem Start sind zwei Läuferinnen vor mir in dem Gedränge zu Sturz gekommen wobei sich eine ziemlich verletzt haben dürfte. Mir gelang es der Drängerei ohne Sturz zu entkommen. Nach KM 1 merkte ich schon das mein Tempo doch etwas zu schnell ist (3,3 min) und ich nahm mir vor einen langsameren Gang einzulegen. Bis KM 2,5 war es noch einigermaßen angenehm zu laufen, es feuerten uns die Leute auch wirklich toll an. Ab KM 3 wurde es mir aber zu heiß. Man hatte nun zwar genug Platz zum Laufen, doch es war einfach zu schwül (zumindest für mich, außerdem machte sich meine Hüfte und das zu hohe Anfangstempo bemerkbar). Auf dem letzten Kilometer traf ich dann noch Maria und ich wollte nur mehr ins Ziel. Beim Zielsprint konnte ich dann noch drei Läuferinnen überholen und war dann doch glücklich mit einer Zeit von 24:20 mein Ziel unter 25:00 min zu laufen doch noch erreicht zu haben.

Natürlich hieß die große Siegerin Susi Pumper die auch von meiner Tochter entsprechend angefeuert wurde. Besonders großartig aber die Leistung von Lisa Maria Leutner, der Tochter von Carina Lilge-Leutner die mit nur 12 Jahren den dritten Platz bei der Elite in 18:47 belegte. Einerseits eine tolle Leistung, andererseits meine Befürchtung ob da nicht ein Kind zu früh zum Spitzensport getrieben wird.

Alles in allem eine schöne Veranstaltung, nur mit dem Start sollten sich die Veranstalter für nächstes Jahr etwas überlegen.

 

 

Liebe Grüße Gerlinde